Kogenitor – die dritte Art
Es ist ja für uns Menschen schon schwer sich vorzustellen, wie Leben anders funktionieren kann als so, wie wir es von der Erde kennen. Da bewundere ich doch schonmal die Fantasie der Science-Fiction Autoren und oute mich hier mal als Raumschiff-Enterprise und Stargate Fan.
Heute zappte ich im TV auf Raumschiff Enterprise. Die Besatzung hatte eine neue Spezies aus einer fernen Galaxie aufgegabelt, die natürlich schon höher entwickelt ist als unsere Kultur. Da gab es Männchen, Weibchen und : — Kogenitoren ! Die Existenzberechtigung der Letzteren beschränkte sich auf das Produzieren von Babys. Jedes Paar, welches sich um ein Kind bemüht, bekommt auf diesem Planeten ein solches Kogenitor, das weder männlich noch weiblich ist, zugeteilt.
Wenn “es” seine Aufgabe erfüllt hat, wird es wieder abgeliefert bis der nächste Auftrag kommt. Ansonsten aß, trank und schlief es, stellte keine besonderen Ansprüche an Unterhaltung und wurde dumm gehalten und ein bisschen hässlich war es auch. Eine schulische Ausbildung hatte es nicht, denn das braucht man ja zum Kinderkriegen nicht.
Ist doch irgendwie interessant und erstaunlich welche Parallelen man hier ziehen kann, wenn man in unserer Geschichte mal ein paar Jahrhunderte zurückblickt. Aber nun sind wir ja auch schon einen Schritt weiter in Sachen Menschenrechte und daher konnte der Offizier der Enterprise eine solche, nicht artgerechte Haltung, ch nicht dulden und schickte sich an das Kogenitor aus seiner Lage zu befreien und es schlau zu machen.
Er lernte ihm Lesen und stellte mit Erstaunen fest, dass Kongenitor intelligent war und schwierige, hochwissenschaftliche geographische Texte schon nach einem Tag lesen konnte. Über die Entdeckung seiner verborgenen Fähigkeiten und die schöne bunte neue Welt, war das Kongenitor sehr glücklich, doch das Besitzer-Ehepaar leider so gar nicht amused. Ein Kogenitor ist eine Geburtsmaschine und basta. Keine gleichen Rechte, keine Ausflüge, kein Kino.
Das Kogenitor bat um Asyl auf der Enterprsie, bekam es aber nicht, weil man es sich ja nicht mit der fremden Kultur verderben wollte. Zum Schluss hatte es keine Perspektive mehr, nur die des Gebärens und sollte zurück in zu seiner Bestimmung in den grauen Geburtsmaschinenalltag. Das konnte es aber jetzt nur noch schwer ertragen. Es verfiel in tiefe Depressionen brachte sich schießlich um.
Und was Lernen wir daraus :
- Misch dich nicht in fremde Kulturen.
- Kümmer dich nicht um die Geburtsmaschine deines Nachbarn !
- Zu viel Wissen steigert das Suizidrisiko.
Aber vielleicht ist den Autoren einfach auch nichts anderes eingefallen. Ansonsten hätten sie nämlich schon noch erklären müssen wie es ein Mann in Tateinheit mit einer Frau schafft eine dritte Person zu schwängern.
Ach ja — bevor ich es vergesse. In einem Punkt scheinen wir Menschen mittlerweile doch schon ziemlich nahe an die höher entwickelte Spezies heranzukommen. Auf dem fernen Planeten testet eine Frau den Mann nämlich erstmal im Bett und d a n n erst entscheidet sie, ob sie mit ihm noch etwas Essen will.




