Brennweiten-Verlängerungsfaktor
Eine Kleinbildkamera heißt deswegen Kleinbild, weil sie das fotgrafierte Objekt auf einer Fläche von 24 x 36 mm großen Fläche abbildet. Dieses Maß ist das Maß des Fotos auf dem Negativfilm.
Eine digitale Spiegelreflexkamera hat aber keinen Film mehr inside, sondern einen Bildsensor. Die Fläche des Bildsensors ist jedoch kleiner als das Format der Belichtungsfläche in einer herkömmlichen Kamera, bei der EOS 350D ist die Fläche des Bildsensors 14,8 x 22,2 [mm] groß.
Oder anders ausgedrückt: Die Belichtungsfläche einer analogen Kamera (24 x 36) ist gegenüber der Größe der Bildsensorfläche (14,8 x 22,2 ) der EOS 350D um das 1,6-fache größer.
Das heißt : Beim Fotografieren mit der digitalen Kamera ist der Bildausschnitt kleiner. Da aber die Bilder, die aus diesem Bildausschnitt entwickelt werden, auf die gleiche Größe z.B. 9 x 13 cm entwickelt werden, muss das Bild von der digitalen Kamera stärker vergrößert werden. Dadurch entsteht der Eindruck als hätte man das Foto mit einer größeren Brennweite fotografiert, da ja größere Brennweiten den Ausschnittswinkel verringern und dafür den abgebildeten Gegenstand größer darstellen.
Hier das Ganze anhand von Fotos veranschaulicht :
Foto 1 : Fotoabzug einer Aufnahme mit einer analogen Kamera

Foto 2 : Fotoabzug derselben Aufnahme mit gleicher Brennweite aber mit der EOS 350D

Man sieht, dass das Objekt auf dem Bild mit der digitalen Kamera größer ist und dafür der Bildausschnitt kleiner.
In folgendem Bild sind die unterschiedlich großen Belichtungsflächen bzw. Bildsensorflächen einmal veranschaulicht.

In der Mitte ist der Bereich abgebildet, der auf dem Bildsensor abgebildet wird. Die weiß durchscheinende Fläche um das Bild herum ist die Belichtungsfläche der analogen Kamera.
Ganz klar, dass man das Bild der digitalen Kamera stärker vergrößern muss, wenn man den Bildteil, den die digitale Kamera aufnimmt auf die gleiche Papiergröße eines Fotoabzuges bringen will.




