Mehr Leser für den Blog gewinnen

Über [Heide Liebmann], deren Schreibe mir übrigens sehr sympathisch ist, erfuhr ich, dass im [Blog von Misantroph] derzeit ein [Blog-Karneval] stattfindet. Es geht darum Tipps zu sammeln, die helfen mehr Leser für einen Blog zu gewinnen.

Linkbaiting

In diesem Zusammenhang fiel mir sofort der [Artikel über Linkbaiting] ein, den ich erst kürzlich beim [smashing-magazine] gelesen hatte. Ein Linkbait ist ein Köder, den man auslegt und der so interessant klingt, dass viele Leute anbeißen. Smashing Magazine vertritt die Ansicht, dass Linkbaiting kein Teufelswerk ist und gibt hier gute Tipps.

Bloggertypologie

Sicherlich erfreut es jeden, wenn die Anzahl der Leser steigt – dennoch muss man, so denke ich, unterscheiden ob man aus der Tradition der Weblogs heraus bloggt oder ob man sich mit einem Blog in den Dienst einer Sache stellt.

Wer auf Teufel komm raus ein Produkt oder eine Dienstleistung verkaufen will und damit ein Blog in erster Linie oder ausschließlich zu Werbezwecken nutzt, der sollte sich wirklich schlau machen. Er achtet auf die geeignete Softwaretechnik , kennt Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung, die Techniken des e-business, zieht alle Register der gestalterischen Möglichkeiten und achtet auf interessante Themen, Überschriften und wohlformulierte Texte.

Daneben gibt es jedoch auch Weblogs, die eben noch reine Tagebücher sind oder solche, bei denen es eine Mischung ist. Tagebücher im Internet sind jedoch ein bisschen anders als die handschriftlichen Aufzeichnungen früherer Tage, die Frage ist auch worin sich ein Tagebuch von einem Logbuch unterscheidet. Ich würde mal sagen, dass ein Logbuch mehr Daten und Fakten enthält, ein Tagebuch mehr vom persönlichen Erleben und Gefühlswelten.

Handschriftliche Tagebücher früherer Tage sind geschlossen und nur für Eigenreflektionen gedacht. Ein Weblog ist jedoch öffentlich und somit hat wohl jeder, der nicht gerade zum Hardcore-Seelenexhibitionismus neigt, bei allem was er schreibt, die Öffentlichkeit im Hinterstübchen.

Sex sells

Vor ein paar Wochen habe ich mich in diesem Weblog mal zu einem spontanem Gefühlsausbruch hinreißen lassen und eine Überschrift mit dem gleichnamigen Songtitle der Bloodhound Gang „Foxtrott Uniform Charlie Kilo“ verfasst. Ich weiß gar nicht mehr um was es ging, habe den Artikel auch später gelöscht, weil ich dann doch kein so gutes Gefühl dabei hatte. Jedenfalls, hier habe ich durch Zufall herausgefunden, was die Werbebranche schon lange weiß : Sex sells.

Wer jetzt rätselt, was das mit dem Lied zu tun hat, dem darf ich verraten, dass Foxtrott Uniform Charlie Kilo Worte aus dem Funkeralphabet sind und es eben die Kodierung für FUCK ist.
Ja! Manchmal ist man einfach sauer und nutzt auch gerne mal englische Wörter um sich Luft zu machen.

Am day after stellte ich in meinen Logfiles einen rasanten Anstieg meiner Besucherzahlen um das Dreifache fest.
Aha – guck an.

Themenauswahl

In meinem Weblog geht es hauptsächlich um alle Themen des Webdesigns. Als ich anfing zu bloggen habe ich mir gar keine weitere Gedanken gemacht. Da war nur der Wunsch alles, was ich zu diesem Thema im Web finden konnte irgendwie anders festzuhalten als in einer einfachen Bookmarkliste. Da war ich schon froh und stolz, dass ich es überhaupt geschafft habe, die Software zu installieren. CSS war für mich noch nicht ganz zu durchschauen und die Gestaltung der Seite eher mal ein Produkt von try and error.

Damals fand ich noch alles, alles, alles interessant und entdeckte neue Welten. Heute ist das, was in meinem Archiv schlummert schon wieder Schnee von gestern und da sich auf dem Sektor auch nicht allzu viel Neues tut, habe ich den Eindruck, dass der Hype im Moment ein bisschen abebbt – oder es kommt mir nur so vor, weil ich jetzt schon länger dabei bin und eine höhere Dosis brauche um vom Hocker zu fallen.

Wer es also drauf anlegt im Web berühmt zu werden, sollte sich vorher überlegen mit welchem Thema ihm das wohl gelingen könnte. Zum Thema Webdesign gibt es schon zahlreiche Seiten und, neidlos anerkennend, eben auch sehr viele gute Seiten.

Die Frage ist nur, will ich das? Nicht wirklich.

Neben dem Webdesign bin ich auch auf eine Reihe von Blogs gestoßen, in denen begnadete Schreiberlinge tätig sind. Menschen, die es einfach drauf haben aus den kleinen Ereignissen des Alltags zauberhafte Geschichten zu schreiben. Dort lese ich auch sehr gerne – aber diese Menschen geben sehr viel von sich her. Ich glaube nicht, dass ich dazu bereit wäre. Und so blogge ich mehr oder weniger still vor mich hin. Ab und an bekomme ich mal eine Mail – manche bleiben, manche gehen wieder. Aber wenn auch nur ein richtig guter Kontakt bleibt, ist das mehr wert als 1000 Besucher auf meiner Seite.

Just my two cents.

UPDATE ———————————————————

Der Blog Karneval vom Misantroph ist nun Ende. Es war der erste, an dem ich teilgenommen habe. Wie es aussieht, spendiert man zum Abschluss einen Link – dem ich mich hiermit gerne anschließe.

Außerdem ist mir noch eingefallen, dass [Robert von basicthinking] hier auch noch einen [umfassenden Artikel] verfasst hat, der absolut lesenswert ist und sich Grunde mit dem Ergebnis des Blog-Karnevals deckt.

Was hat das nun gebracht? Was ist mein persönliches Fazit?
Zum einen ist es sicherlich so, dass man bei der Anzahl der Beteilungen keinen repräsentativen Querschnitt erwarten kann. Dennoch reicht es aus für einen Abgleich der eigenen Einstellung und dem guten Gefühl, dass es auch noch andere gibt, die ähnlich denken.

Traffic genrerieren allein reicht nicht. Was nutzen Besucher, die nicht zu Lesern werden? Um jedoch ein Gewicht zu erhalten, kommt es auf die Inhalte und die Authentizität des Schreibers an. Rein technische Faktoren können unterstützend eingesetzt werden, das allein reicht jedoch nicht.

Hier die Liste der Beiträge, die sich an der Umfrage beteiligt haben: 

(Ich finde das Wort Umfrage ja besser als Karneval, ich war jedenfalls nicht verkleidet und habe auch kein Samba dabei getanzt)

Kommentare (6)

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