Da SCHAU her …

In Heide’s Blog habe ich was gelesen, was ich hier gerne mal aufgreife – Eyetracking Studien.

Heide, die immer gute Links findet (Danke auch :-), wies auf einen Artikel hin, in welchem Christina Laun die 23 wichtigesten Ergebnise zusammenfasst. Lesenwert, wie ich finde.

In Punkt 1 heißt es da jedoch “Text attracts attention before graphics”, was man als “Text ist wichtiger als Grafik” übersetzen kann.

Als überzeugte und Webdesignerin aus Leidenschaft kann ich das so nicht stehen lassen und dabei würde ich gar nicht in Abrede stellen, dass Menschen im Internet überwiegend und gezielt nach relevanten Informationen suchen. Das ist mit dem Inhalt einer Webseite wie bei den Menschen auch. Wer will schon nur eine schöne Hülle? — mal abgesehen davon, dass Suchmaschinen da ganz konsequent sind und denen das Aussehen einer Webseite so ziemlich am Apunkt vorbei geht und man schon aus diesem Grund Content liefern muss, guten content.

Das Betreten einer Webseite ist jedoch nicht nur ein rein kognitiver Vorgang des Lesens und des Suchens.

Natürlich suche ich was – aber sicherlich nicht “wer ist die schönste Webseite” –kann ich es jedoch verhindern, ob ich eine Webseite “auf den ersten Blick” sympathisch finde oder nicht? Das ist eine gefühlsmäßige Sache. Hier meldet sich die Intuition.

Wenn ich zum Beispiel im Internet etwas kaufen möchte und das, was sich da Shop nennt einfach nur ein übler Verhau ist, macht das einfach einen schlechten “Eindruck” – und Tschüss, weg bin ich. Fraglich ob man das mit einer Blickbewegungsstudie überhaupt messen kann – es sei denn ich rolle beim Anblick desselben mit den Augen und fange an zu Schielen ;-)). Würde mich ja mal interessieren, was so ein Gerät dann aufzeichnet.

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Ich finde, dass man die Wichtigkeit von Text und Bildern nicht vergleichen kann. Bilder haben eine eigene Sprache und einen anderen Kanal auf dem sie funken. Von Bleiwüsten lassen sich sicherlich nur Puristen zum Lesen verführen – oder Leseratten, aber Romane und Geschichten liest man sicherlich auch besser in einem Buch zum Anfassen. Mit einem Tee und einer Kuscheldecke auf dem Sofa.

Neben dem zweiten Blick, dem Blick nach dem Inhalt, gibt es immer auch einen ersten, der darüber entscheidet ob man sich dem Innenleben einer Webseite widmet, gerne widmet oder gleich weiterklickt. Man kann es auch vergleichen mit einem schön gedecktem Tisch.

Das regt den Appetit an und mach Lust auf mehr weil :

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Fotos:
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